Geteilte Postfächer in Outlook: typische Probleme und wie man sie löst
Doppelte Antworten, unklare Zuständigkeit, keine Übersicht: warum geteilte Postfächer in Outlook im Alltag haken und welche Wege es aus dem Chaos gibt.
Philip Paschmeyer6 Min Lesezeit
Fast jedes Team hat eines: ein geteiltes Postfach. info@, support@, vertrieb@. Und fast jedes Team kennt die gleichen Probleme damit. Nicht weil die Leute schlecht arbeiten, sondern weil Outlook geteilte Postfächer zwar technisch kann, aber wenig dafür mitbringt, dass mehrere Menschen darin zusammenarbeiten.
Wir bauen mit Mailissa seit Jahren Software rund um genau dieses Thema. Hier sind die Probleme, die uns dabei immer wieder begegnen, und was man dagegen tun kann.
Problem 1: Zwei Kollegen antworten auf dieselbe Mail
Der Klassiker. Eine Kundenanfrage kommt rein, zwei Leute sehen sie, beide fühlen sich zuständig, beide antworten. Der Kunde bekommt zwei Mails mit leicht unterschiedlichen Aussagen und fragt sich, wer bei euch eigentlich den Hut aufhat.
Das Gegenstück ist genauso häufig: alle sehen die Mail, jeder denkt, ein anderer übernimmt sie, am Ende antwortet niemand. Beides hat dieselbe Ursache. Outlook zeigt nicht an, wer eine Mail gerade bearbeitet.
Problem 2: Niemand weiß, was schon erledigt ist
Ist die Anfrage von gestern beantwortet? In Bearbeitung? Wartet sie auf eine Rückmeldung vom Kunden? Im geteilten Postfach sieht man das nicht. Man sieht gelesene und ungelesene Mails, mehr nicht. Gelesen heißt aber nur, dass irgendjemand draufgeklickt hat.
Viele Teams behelfen sich mit Ordnern ("Erledigt", "In Arbeit") oder Kategorien-Farben. Das funktioniert, solange sich alle diszipliniert daran halten. In der Praxis hält es meistens ein paar Wochen.
Problem 3: Die Absprachen laufen woanders
Weil man sich in Outlook nicht direkt an einer Mail abstimmen kann, wandert die Abstimmung in andere Kanäle. Die Mail wird intern weitergeleitet ("kannst du das übernehmen?"), es entsteht ein Teams-Chat dazu, jemand ruft kurz durch. Die Information, warum eine Anfrage wie beantwortet wurde, verteilt sich auf drei Systeme. Wer drei Monate später den Vorgang nachvollziehen will, sucht lange.
Problem 4: Der Wissensstand hängt an Personen
Wenn die Kollegin, die einen Fall bearbeitet hat, im Urlaub ist, steht die Vertretung oft blank da. Der Verlauf steckt in weitergeleiteten Mails, privaten Notizen und Erinnerung. Geteilte Postfächer sollen eigentlich genau das verhindern, tun es ohne Zusatzstruktur aber nicht.
Was man dagegen tun kann
Ein Teil lässt sich mit Bordmitteln und klaren Regeln lösen. Ein paar Dinge, die sich in der Praxis bewährt haben:
Erstens: eine einzige, verbindliche Logik für den Status. Ob Ordner oder Kategorien ist fast egal, entscheidend ist, dass es genau eine Methode gibt und jeder sie kennt. "Ungelesen heißt unbearbeitet" reicht nicht.
Zweitens: Zuständigkeit sichtbar machen. Wenn Outlook es nicht anzeigt, muss es eine Konvention geben, zum Beispiel eine Kategorie pro Person. Unschön, aber besser als nichts.
Drittens: interne Kommentare von der Kundenkommunikation trennen. Absprachen gehören nicht als Weiterleitungskette in dieselbe Mail, mit der der Kunde bedient wird.
Ab einer gewissen Teamgröße und einem gewissen Mailaufkommen stoßen diese Behelfe an ihre Grenzen. Dann lohnt sich ein Werkzeug, das Zuweisung, Status und interne Kommentare direkt in Outlook ergänzt, ohne dass das Team in ein separates Ticketsystem umziehen muss. Genau dafür haben wir die Inbox Collaboration in Mailissa gebaut: Mails lassen sich Kolleginnen und Kollegen zuweisen, bekommen einen Status und interne Kommentare, und das alles bleibt in Outlook, wo das Team ohnehin arbeitet.
Ob es dafür ein Werkzeug braucht oder ob Regeln reichen, hängt ehrlicherweise von der Größe ab. Ein Zweierteam mit zehn Mails am Tag kommt mit Disziplin weit. Ein Team, das täglich dutzende Anfragen über ein gemeinsames Postfach abwickelt, verliert ohne Struktur jeden Tag Zeit und ab und zu eine Anfrage.
Wenn Sie wissen wollen, wie das in Ihrem Outlook aussehen würde: Auf der Seite zur Inbox Collaboration finden Sie die Details, und über das Kontaktformular können Sie eine Demo anfragen.

Autor
Philip Paschmeyer, Marketing bei Axontic